Sinn von Arbeit ergreifen – Ergebnisse produzieren

Der Sinn von Arbeit: Gehen Sie „nur“ zur Arbeit oder produzieren Sie Ergebnisse?

Was ist der Sinn von Arbeit und wie wird diese Arbeit interpretiert? Stellen Sie sich eine Party vor: Plötzlich stehen Sie in einer Art Redekreis. Man kommt auf den Beruf. Einer sagt: „Ich muss am Montag wieder zur Arbeit.“ Sie runzeln die Stirn: „Interessant, bei mir ist es anders. Ich darf am Montag wieder Ergebnisse produzieren.“ Jede Wette, dass Sie erstaunte, fragende oder gar verurteilende Blicke ernten. Das weiß ich mit Sicherheit, denn ich habe es schon einige Male ausprobiert.

Menschen mit einer hohen Unternehmensidentifikation gehen nicht einfach arbeiten. Nein! Sie gehen und wirken. Sie machen einen Unterschied. Sie produzieren Ergebnisse. Sie erkennen den Sinn von der Arbeit. Die anderen weisen auf ein Kernproblem hin: Mitarbeiter wissen oft nicht, welchen Sinn ihr Unternehmen erfüllt, von welchen ethischen Säulen es getragen wird und welche Philosophie sein Handeln bestimmt. Sie fragen sich, was ist der Sinn der Arbeit?

Sinngebung Nr. 1: Der Unternehmenszweck

Warum arbeiten Menschen? Mitarbeiter müssen wissen, wofür sie tun, was sie tun. Nicht nur, für welche Inhaber sie arbeiten, sondern, welchen Zweck ihr Unternehmen hat. Wer nur fürs Gehalt arbeitet, dem mangelt es an tieferen Motiven. Wer den Sinn von seiner Arbeit nicht kennt, ersetzt Begeisterung durch pflichtgetriebene Beflissenheit – und das kostet wertvolle Leistung. Aber dieser Unternehmenszweck entsteht nicht durch gerahmte Ausdrucke der Firmenwerte im Frühstücksraum, sondern durch jede Führungskraft, die selbst den Sinn von ihrer Arbeit erfährt und authentisch vorlebt. Und diesen Sinn entscheiden Sie als Leader selbst! Das ist der Königsweg der Selbstverantwortung. Das, was Sie tun, macht genau so viel Sinn, wie Sie ihm selbst geben können. Oder kurz: Führungskräfte erschaffen „Sinn“, Mitarbeiter erleben ihn.

Sinngebung Nr. 2: Persönliche Entwicklung

Das klassische Jahresgespräch mit einem Mitarbeiter steht an. Hinterfragen Sie sich kritisch: Wie stark und gezielt habe ich diesen Menschen weiterentwickelt? Dann geben Sie Ihrem Gegenüber ein durchdachtes, klares Feedback: Welches ist seine nächste Entwicklungsstufe und wo genau befindet er sich auf dem Weg dorthin? Wenn Sie das selbst nicht klar definiert haben, fehlen Ihnen alle Instrumente, Ihre Leute jenseits flüchtiger Eindrücke zu beurteilen. Das führt dann oft dazu, dass die Blender die stillen Champions dominieren und dass vermeintlich „gestandene Kräfte“ heimlich schon auf dem Gleis der Stagnation stehen.

Bis Sie bemerken, dass Sie diese Lok nicht mehr flottkriegen, haben andere mit mehr Potenzial frustriert auf Bummelzug umgeschaltet oder bei einer anderen Bahngesellschaft angeheuert. Diese Signale machen dann die Runde, und informelle Politik lähmt Ihr Unternehmen schlimmer als das intensivste Schlangengift.

Ethische Inventur

Haben Sie übers Jahr Ihre Mitarbeiter genau beobachtet, sich Gedanken über deren Entwicklung gemacht und ihnen regelmäßiges Feedback gegeben? Weiß jeder im Team, welches seine Entwicklungsetappe ist und wo er sich auf ihr befindet? Haben Sie den Unternehmenszweck sowie den Sinn von Ihrer Arbeit selbst durchdrungen und konsequent vorgelebt?

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Zeit, aus dem bewusst Durchdachten ehrliche Schlüsse zu ziehen, und Zeit, im neuen Jahr vieles besser zu machen. Aber Vorsicht! Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern darum, Entscheidendes noch besser zu machen. Ein Riesenunterschied! Perfektionismus führt zu einer ungesunden Unzufriedenheit, die Ihre Gesundheit attackiert. Seien Sie klug und machen Sie beim Perfektionismus konsequent nicht mit.

Möchten Sie noch mehr Substanz

Bildquelle: © Daniel_Nebreda Pixabay

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